Bedrohte Tierarten
Ein moderner Tierpark hat neben dem Ermöglichen des Kontakts zwischen Mensch und (exotischem) Tier noch etliche weitere Aufgaben. Wissensvermittlung zu den Tieren und Natur- und Arterhalt sind genauso wichtige Ziele eines modernen Tierparks. Um dieses Ziel zu verwirklichen, haben sich die europäischen Tierparks 1985 zusammengetan: die European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) wurde gegründet, das Zentralorgan der europäischen Tierparks. Gemeinsam hat man Zuchtprogramme für bedrohte Tierarten aufgesetzt, die sogenannten EEPs (European Endangered Species Programmes). Inzwischen wurden derartige Zuchtprogramme für rund 250 Tierarten aufgesetzt und arbeiten 300 Tierparks in ca. 30 Ländern daran mit. So mussten die Tierparks auch bereits seit Jahrzehnten keine Tiere mehr in der Wildnis einfangen.

Auch im GaiaPark leben verschiedene Tierarten, die in ein EEP eingebunden sind, z. B. die Przewalskipferde, die Europäischen Nerze, die Afrikanischen Wildhunde, die Zwergflusspferde, die Westlichen Flachlandgorillas und die Goldenen Löwenaffen. Letztendlich ist das Ziel etlicher EEPs, die bedrohten Tierarten wieder in ihrem natürlichen Lebensgebiet anzusiedeln. Leider ist es bis dahin bei vielen Arten ein langer Weg, da sie in ihren Lebensräumen Bedrohungen ausgesetzt sind. Doch es gibt auch Erfolgsgeschichten: so wurden die Przewalskipferde und die Goldenen Löwenaffen dank der Zuchterfolge in EEP-Tierparks wieder in ihren ursprünglichen Lebensgebieten ausgesetzt und leben dort wieder in beträchtlicher Anzahl.
Weitere Informationen über EEPs finden Sie auf der (englischsprachigen) Website der EAZA.

Tierparks helfen
Die Niederländische Tierparkvereinigung (NVD) hat gemeinschaftlich eine Stiftung errichtet, die weltweit Naturschutzprogramme unterstützt. Dieser Naturschutzfonds leistet finanzielle Unterstützung, berät aber auch über Experten. Auch der GaiaPark ist Mitglied der Stiftung. Die Tierarten, die durch die Stiftung NNBF geschützt werden finden Sie auf der Website der NVD unter "Natuurbescherming" (Naturschutz).